Special Interest
Die Programmreihe special interests umfasst Spezialprogramme, die sich themenspezifischen Interessen widmen. Allen voran gilt dies natürlich für deren Königsdisziplin, den Dokumentarfilm. Traditionellerweise zeigt shnit unter dem Titel Dok-Block eine Auswahl an spannenden Kurzfilmen mit dokumentarischem Charakter.
Die Filmblöcke in dieser Programmreihe werden vielleicht nicht zu den absoluten Publikumsrennern bei shnit gehören. Sie bieten den Festivalbesuchern jedoch eine Programmvielfalt an, die man ausserhalb von Filmfestivals oft vergeblich sucht. Wo sonst kommen Kinder, Senioren, Fans von Exprimentalfilmen und Musikviedeoliebhaber gleichermassen auf ihre Kosten?
Und natürlich bereichert diese Programmreihe das Festivalprogramm um eine weitere, äusserst wichtige Komponente: Die vertiefte Auseinandersetzung mit einem Thema durch das Medium Kurzfilm.
- Best-of Talent Screen
- Dok Block 1 & 2
- Dolce Vita
- shnit experimentiert 1 & 2
- Song & Dance Clips
- Queershnit
- Zauberlaterne
Best-of TALENT SCREEN
TALENT SCREEN ist der innovativste Filmevent zur Förderung von jungen Talenten in der Schweiz. Er findet jedes Jahr in Zürich statt. Mit knackigen Wettbewerben und spannenden Workshops bietet er aufstrebenden Regisseuren und angehenden Drehbuchautoren tolle Möglichkeiten, mit ihrem Können aufzutrumpfen.
Im Mittelpunkt der mehrtägigen Veranstaltung steht der MOVIE MARATHON. In diesem Wettstreit treten Teams aus mindestens zwei Personen an, um innerhalb von 48 Stunden zu einem vorgegebene Thema einen Kurzfilm zu drehen. Das Thema des künstlerischen Leiters Michael Steiner war in diesem Jahr «Langstrasse». Über 100 Teams haben einen Kurzfilm produziert. shnit zeigt die Preisträger und eine Auswahl der spannendsten Werke.
Mehr Infos zum TALENT SCREEN gibt’s auf www.talentscreen.ch
Samstag, 10. Oktober, 17:00 – 18:30, Kino Rex » Ticket
Die Filme: Surprise
Dok Block 1
Mit dem dok block widmen wir dem Dokumentarfilm eine eigene Plattform, die von der Kraft der Geschichten mitten aus dem Leben zeugt. Zwei Programme vereinen 13 sehenswerte Kurzdokumentarfilme. In der Kürze brillieren diese Dokumentarfilme mit unerwarteter Tiefe und Präzision und spüren Phänomene unserer Gesellschaft auf wie kein anderes Filmgenre.
In den beiden Spezialprogrammen sind unter anderem zu sehen: Ein sammelverrückter Hobbyarchivar, die Transformation einer Frau zu ihrem burlesken Alter-Ego, ein jugendlicher Grossfamilien-Vater, ambitionierte Wohnzimmertänzer, ein ungarischer Gänsefeder-Produzent, die einzige iranische Busfahrerin, argentinische Tennissockenkämpfer oder die wohl härtesten Kerle in Down-Under – heissen wir sie bei shnit 09 willkommen!
Freitag, 9. Oktober, 23:00 – 00:30, Kino Rex » Ticket
De wereld als verzameling | Davidse Koert | 13min | doc (NED 2007)
NKP | Grasso Stéphane, Shu Michael | 1min | doc (CAN 2009)
Warten | Giorgio Andreoli | 12min | doc (SUI 2009)
Christmas with Dad | McCormack Conor | 12min | doc (GBR 2008)
Living-Room Dancers | Genoux Bastien | 20min | doc/exp (SUI 2009)
Strip.Tease | Attila V.Nagy | 7min | doc (HUN 2006)
Ma Bar | McDowall Adrian, Pretsell Finlay | 12min | doc (GBR 2008)
Dok Block 2
Samstag, 10. Oktober, 21:00 – 22:30, Kino Rex » Ticket
Mama, L’Chaim! | Elkan Spiller | 5min | doc (USA/BEL/GER 2008)
Steel Homes | Eva Weber | 10min | doc (GBR 2008)
Not dead yet | Rode Harding | 15min (AUS 2009)
Féminin, Masculin | Sadaf Foroughi | 9min | doc (RSA/IRI 2007)
Socket | Patricio Garcia | 10min | doc/fic (ARG 2007)
Urubus Têm Asas | Marcos Negrão, André Rangel | 15min | doc (BRA 2008)
Calling Home | Eduarda Andrade Maria, Starobinas Marcelo | 12min | doc (GBR 2008)
Dolce Vita
El dia del Euro (Kurzdokumentarfilm von Claudia Lorenz) ist der Tag des Kinos in Madrid, ein Euro kostet der Eintritt für die SeniorInnen. Lange Warteschlangen bilden sich vor den Kinos…
Eine kleine Umfrage in der Stadt Bern zeigt, das vom Glanz der glorreichen Zeiten wenig übrig geblieben ist in den Augen der älteren Bevölkerung. Das Cinedolcevita aber erzählt von ganz andern Geschichten. Monatlich treffen sich ältere Menschen und Filminteressierte in den Kinosälen, um im Cinedolcevita dem Zauber des Lichtspieltheaters beizuwohnen. Das Cinedolcevita ist das Kino am Nachmittag mit einem Programm für Senioren. Ziel dieses Angebotes ist es, ältere Menschen wieder ins Kino zu holen und ihnen ein massgeschneidertes Programm zu bieten. Es werden qualitativ gute Spiel- und Dokumentarfilme in Originalfassung gezeigt, als abwechslungsreiche Auswahl nach Kultur und Sprache. Die BesucherInnen entdecken die andere Qualität des Kinofilms und lassen sich auf eine Reise hinein in farbige Welten voller Lebensgeschichten, Lebensfreude und Humor entführen. Kino kann stimulieren, kann eventuell zu Problemlösungen verhelfen, ist Energiespender. An den gleichen Stellen zusammen lachen, klatschen oder weinen oder sich ganz einfach mit andern freuen, Glücksmomente erleben. Es gibt viele Gründe, warum ein Film Lebenselixier sein kann. Träumen ist also erlaubt, und hoffen wir auf zukünftige Warteschlangen vor den Kinos, wie es uns El dia del Euro erzählt…
Oft ist Reisen als Synonym für die Kraft des Kinos Pate gestanden. Und wie lässt es sich vielfältiger Reisen als mit den berührenden Kurzfilmen, welche im Spezialblock dolce vita zu sehen sind? Unser Ausflug führt in Geschichten des Alltag genauso wie in fantastische Welten. Zugleich ist das Kurzfilmprogramm von dolce vita eine kleine Hommage an das inländische Kurzfilmschaffen: Bis auf eine Nordpol-Dokumenation durch die Augen des russischen Filmemachers Edgar Bartenev zeigt es ausschliesslich Schweizer Kurzfilmproduktionen der letzten Jahre. Die Schweizer Kurzfilmszene wächst, so auch das Cinedolcevita: Bis jetzt gibt es Vorstellungen in Bern, Biel, Thun, Solothurn, Uster und Zofingen. Und wer weiss, vielleicht demnächst in Ihrem Kinosaal.
Weitere Infos: www.cinedolcevita.ch
Samstag, 10. Oktober, 13:00 – 14:30, Aula PROGR » Ticket
Wieder ein Tag | Kerstin Polte | 13min | fic (SUI 2007)
La cle des champs | Floriane Closuit | 14min | fic (SUI 2007)
La Valise | Kaveh Bakhtiari | 12min | fic (SUI 2007)
Null Grad | Claudia Lorenz | 3min | doc (SUI 2006)
Yaptik-Hasse | Edgar Bartenev | 20min | doc (RUS 2006)
El día del euro | Cecilia Barriga & Claudia Lorenz | 6min | doc (SUI 2008)
shnit experimentiert 1
Der Kurzfilm steckt seit jeher in einem definitorischen Dilemma fest, denn oft wird vernachlässigt, dass Kurzfilm keine Bezeichnung für das Gerne oder die Gattung, sondern ein Überbegriff ist, der seit den Anfängen des Kinos alle möglichen Formen, Gattungen und Genres umfasst. Es ist eine hybride Vielfalt, die denn Kurzfilm auszeichnet. Der Kurzfilm träumt Romanzen, er erschreckt uns in Horrorfilmen, geht unter die Haut als Drama, ist museumsreif als Kunstfilm, überzeugt als Werbefilm, bebildert als Musikvideo oder animiert mit Puppentrick und Handzeichnungen. So lebt der Kurzfilm abseits der Trampelpfade des langen Films und ist dabei oft Hoffnungsträger für das ästhetische Spektrum und die inhaltliche Reichhaltigkeit.
Im Kurzfilmschaffen treffen unterschiedlichste Formen und Strömungen aufeinander. Der Kurzfilm ist weithin bekannt als Fingerübung angehender Filmschaffender und als Plattform für filmische Improvisation. Gleichzeitig ist er jedoch auch eine beliebte Form des professionellen Arbeitens. Auch renommierte Regisseure bleiben auf ihrem Werdegang dem kurzen Film treu. Von der Filmschule über die Bastelei in den eigenen vier Wänden bis hin zum professionell ausgerüsteten Studio oder dem chaotischen Künstleratelier – überall werden Kurzfilme produziert. Und nicht zuletzt ist die Länge im positiven Sinn auch ein ökonomisches Kriterium: Die finanzielle Unabhängigkeit schafft Raum für Experimente und Innovationen. Dies ist das Geschick des Kurzfilms.
Aus all dem folgt aber genauso: Den typischen Kurzfilm gibt es nicht. Jede Form verfolgt ihre eigene Strategien, trägt andere Handschriften und benutzt individuelle ästhetische Spielformen. Was bedeutet es also wenn sich ein Kurzfilm experimentell oder Experimentalfilm nennt? Das Internationale Kurzfilmfestival shnit wagt eine Expedition ins Reich der experimentellen Kurzfilme und zeigt, wo die Schnittstellen sind. Viele visuelle Eindrücke und Stimmungen werden gezeichnet, oft im Kontext von Musik und Ton, zwischen visuellen Oasen und kleinen Geschichten. Wo beginnt das Narrative, wo verschmelzen Grenzen zwischen visuellen Ideen, feinen Geschichten, gestalterischen Spielereien und Videokunst? Dies ist ein Steilpass für alle, die behaupten, der Experimentalfilm sei immer zwingend intellektuell und nur etwas für Nerds. Der Spezialblock shnit experimentiert erforscht die «twilight zone» in welcher der Experimentalfilm einem breiten Publikum zugänglich wird. Die Diskussion ist eröffnet – lassen wir die Leinwand sprechen!
Samstag, 10. Oktober, 22:00 – 23:30, Kornhausforum » Ticket
Birdcalls | Malcom Sutherland | 5min | exp (CAN 2007)
E3 | Robert Seidel | 3min | exp (GER/GBR 2007)
Villa Mafia | Rimantas Lusvisius | 2min | exp (LTU 2006)
Weiss | Florian Grolig | 5min | exp (GER 2007)
We have decided not to die | Daniel Askill | o.11min | exp (AU 2004)
Text Field | Chirstinn Whyte, Jake Messenger | 1min | exp (GBR 2004)
Sally | Roel Wouters | 2min | exp (NED 2005)
TALIN | Rolf Hellat | 3min | exp (SUI 2007)
Air / Electric Performers | Jerôme Blanquet | 6min | exp (FRA 2004)
Painting Paradise | Barbara Hlali | 6min | exp (GER 2008)
Apoptosis | Takafuni Tsuchiva | 6min | exp (JPN 2008)
shnit experimentiert 2
Sonntag, 11. Oktober, 16:00 – 17:30, Kornhausforum » Ticket
.nijnok | o.A. | 12min | exp (NED o.A.)
Parks on fire | Scott Pagano | 7min | exp (USA 2008)
Simone | Pleix | 3min | exp (FRA 2002)
Clean up | Sebastan Mez, Christian Trieloff, Christoph Arni | 10min | exp (GER 2008)
Underground | Audrey Lam | 4min | exp (AUS 2007)
The lonely Villa | Jesper Just | o.A. | exp (USA 2004)
A4 – Nima Yousefi | Nima Yousefi | 3min | exp (SWE 2007)
Watermelon Love | Woof Wan-Bau | 3min | exp (GBR 205)
The Power Chord | Blake Carrington | 1min | exp (USA 2006)
Alone | Gerard Freixes | 3min | exp (ESP 2008)
Song & Dance Clips
Die Musikfilmreihe «Song & Dance Men» präsentiert die legendären «Take-Away-Shows» der französischen Blogotheque. Seit drei Jahren existiert auf der französischen Musikwebsite Blogothèque die Sektion «Les Concerts à emporter». Mehr als 100 spontane Taschen-Konzerte sind bisher abgedreht worden und geniessen in der weiten Internetlandschaft Legendenstatuts. Ungefiltert und intim schafft es nun eine Auswahl dieser Musikfilm-Kleinode zum ersten Mal auf eine hiesige Grossleinwand.
www.blogotheque.net
www.myspace.com/songdancemen
Donnerstag, 8. Oktober, 22:00 – 23:30, Kornhausforum » Ticket
Freitag, 9. Oktober, 01:00 – 02:30, Aula PROGR » Ticket
Die Filme: Surprise
Queershnit
Eins und eins macht zwei! Nicht im Fall der Symbiose von shnit und queersicht. Die zweite Zusammenarbeit mit dem lesbisch-schwulen Filmfestival queersicht hat mindesten drei, wenn nicht ein Vielfaches davon ergeben. Das gemeinsam kuratierte Kurzfilmprogramm garantiert Filmgenuss mit Augenzwinkern und Tiefgang. Die Kurzfilme erzählen von kleinen Anekdoten und streifen dabei scheinbar leichtfüssig und doch tiefgründig Themen rund um Homosexualität. Dabei bleibt auch Platz für frei assoziierte Gedanken ringsumher. Die Helden dieser Geschichten sind Männer wie Frauen, Europäer wie Asiaten, Jugendliche wie Erwachsene, so mannigfaltig wie das Queer Cinema eben sein kann. Unsere Protagonisten lachen, lieben, fühlen und leiden und entlassen uns bestimmt mit positiver Energie aus dem Kinosaal.
Freitag, 9. Oktober, 20:00 – 21:30, Kornhausforum » Ticket
Samstag, 10. Oktober, 01:00 – 02:30, Kino Rex » Ticket
Go-Baek-Han-Jan | Sung-hyun Yoon | 5min | fic (KOR 2009)
Na koncu ulicy | Jenifer Malmqvist | 14min | fic (POL 2007)
James | Connor Clements | 17min | fic (GBR 2008)
Isolesces | Anton Steel | 10min | fic (NZL 2008)
Falling for Caroline | Christine Chew | 20min | fic (CAN 2008)
Soccarat | David Moreno | 10min | fic (ESP 2009)
Zauberlaterne
Trickfilmreise mit Humor und Fantasie – Kurze für Kleine
Der zunehmend attraktive Filmmarkt für das junge Publikum ist in den letzten Jahren explodiert. Die Zahl der Kinderfilme entspricht rund einem Fünftel der Weltproduktion. Tatsächlich handelt es sich dabei fast ausschliesslich um mit Computer hergestellte, amerikanische Animationsspielfilme, die über längere Zeit das Box Office monopolisieren. Es scheint uns daher wichtig, den Kleinsten die vielfältige «Trickfilmkultur» vorzustellen. Die Zauberlaterne hat zusammen mit Fantoche (Internationales Festival für Animationsfilm, Baden) zehn Kurzfilme zum Thema «Riesenkaninchen, Minidrachen und Pannenroboter» für das kleine und grosse shnit-Publikum ausgewählt.
Samstag, 10. Oktober, 15:00 – 16:30, Aula PROGR » Ticket
Office Noise | Torben Søttrup | 4min | ani (DEN 2008)
The Happy Duckling | Gili Dolev | 9min | ani (GBR 2008)
What’s Next? | Claudia Röthlin, Adrian Flückiger | 4min | ani (SUI 2007)
Guidam dégomme | Rémy Schaepman | 7min | ani (FRA 2007)
La Valise | Isabelle Favez | 7min | ani (SUI 2009)
Red Rabbit | Egmont Mayer | 8min | ani (GER 2007)
Me and my Monster | Claudia Röthlin | 3min | ani (SUI 2008)
Girl and Robot | Mads Dam Jakobsen | 5min | ani (DEN 2008)
Le Petit Dragon | Bruno Collet | 8min | ani (FRA/SUI 2009)
The Incredible Story Of My Great Grandmother Olive | Alberto Rodriguez | 12min | ani (GBR 2009)
Die Zauberlaterne ist zum 3. Mal am shnit!
Die Zauberlaterne ist der einmalige Filmklub für Kinder in Europa. In der Schweiz zählt sie 73 Klubs. Zauberlaternen gibt es seit ein paar Jahren sogar in Afrika und Argentinien. Gezeigt werden neun Qualitätsfilme pro Saison. Vor dem Film wird den Kindern eine illustrierte Klubzeitung zugeschickt und ein kleines Theaterstück gespielt. Die Mitgliederkarte kostet CHF 30.- (CHF 20.- für jedes weitere Kind derselben Familie).
Mehr Infos auf www.zauberlaterne.org



